Freitag, 16. März 2012

Karwoche in Sevilla



Bei diesen Feierlichkeiten sind besonders die mit Pallien ausgestatteten Figuren der Jungfrauen zu erwähnen: barocke Gestalten mit Silber- oder Goldkronen, bestickten Umhängen und Samtgewändern, die nur Gesicht und Hände frei lassen.
Die Karwochenfeierlichkeiten von Sevilla finden seit dem 16. Jahrhundert statt und besitzen weltweiten Ruhm. Rund 50 000 Personen verkleiden sich als Nazarener und begleiten die 58 Prozessionen, bei denen so genannte „costaleros“ Heiligenbilder auf ihren Schultern tragen. Jeden Tag finden abends sowie nachts Prozessionen statt. Jede Laienbruderschaft startet in ihrer jeweiligen Kirche und folgt einem eigenen Streckenverlauf. Alle müssen jedoch die so genannte „offizielle Strecke“ passieren, die in der Calle Campana startet und mit dem Auszug der Bruderschaft aus der Kathedrale endet. Nach dem Verlassen der Kathedrale kehrt der Festzug wieder in seine Kirche zurück, allerdings auf einer anderen Strecke als beim Hinweg. Besonders beeindrucken bei den Prozessionen die Saetas: Flamenco-Gesänge, die von den Balkonen aus a cappella zu Ehren der Heiligenfiguren gesungen werden.

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